Header-Bild

Über mich

„Wusste gar nicht, dass der Herr Matschie in unserer Stadt geboren wurde“, sagt eine ältere Mühlhäuserin auf dem abendlichen Fest, zu dem der Spitzenkandidat gekommen ist. Die letzten beiden Male habe sie „andersrum“ gewählt, verrät sie, aber diesmal, lässt sie durchblicken, „diesmal SPD“. Und wird ein bisschen energischer, als sie hinzufügt: „Damit sich da mal was bewegt in Erfurt.“ Christoph Matschie wiederum, der gut gelaunt und aufgeräumt von Tisch zu Tisch geht, empfindet seinen Auftritt in Mühlhausen als Heimspiel, obwohl er hier nur die ersten beiden Jahre seines Lebens verbrachte und eine bewusste Erinnerung an damals nicht mehr hat. „Heimat“, sagt er, „ist für mich das, worauf man im Leben immer zurückkommt.“ Das war in Mühlhausen so, wo die Großmutter wohnte, die er oft in den Ferien besuchte. Aber auch an seine anderen Thüringer Ursprungsorte zog es ihn immer wieder. „Hier komme ich her, hier gehöre ich hin. Hier will ich leben“, sagt Matschie. „So einfach ist das.“

weitere Fotos

Schulzeit


Dabei hätte alles ganz anders laufen können, wenn er nicht Politiker, sondern Arzt geworden wäre. Die Familie des Pfarrers Manfred Matschie war Mitte der 1960er Jahre ins südthüringische Schwarza gezogen, weshalb Christoph noch heute ein „R“ rollen kann, auch wenn die Eltern sonst darauf achteten, dass ihr Sohn möglichst hochdeutsch sprach. Das sorgte für eine klare Aussprache, und eine kesse Lippe, die riskierte er schon mal, was zu DDR-Zeiten nicht jedem gefiel.

Die Folge: Weder mit dem Platz an der EOS, noch mit dem an der medizinischen Fakultät wurde es was, obwohl der junge Christoph in der Schule zu den Besten gehörte. Aber offenbar hatte er politisch die falsche Meinung.

Er redet nicht so gern darüber, obwohl er heute Kapital daraus schlagen könnte. Doch so einer ist er nicht. Er sagt nur: „In Selbstmitleid verfallen, das war noch nie mein Ding. Damals habe ich gelernt, wie wichtig es ist, nach vorn zu schauen, den Mut nicht zu verlieren.“

weitere Fotos

Ausbildung


Er ging es pragmatisch an. Er fuhr jeden Tag mit seinem roten Moped, einer S50, nach Zella-Mehlis und machte erst einmal Beruf mit Abi, wurde Mechaniker. „Zwei linke Hände darfst du da nicht haben. Das hilft mir bei den praktischen Fragen des Alltags bis heute“, berichtet er schmunzelnd.

Auch die darauf folgende Tätigkeit als Krankenpfleger in Erfurt habe ihm etwas fürs Leben mitgegeben: „Da ist jemand, dem es dreckig geht. Und du spürst, du kannst helfen. Da habe ich erfahren, wie wichtig Zuwendung ist und der Dienst am Menschen.“

Auf gewisse Weise prägt ihn das bis heute. Als Politiker viel unterwegs zu sein, ist für ihn kein Selbstzweck. Den Menschen zuhören, sagt er, sei ihm das Wichtigste. „Nur daraus erwächst gute Politik.“

weitere Fotos

Studium


Es schien wie ein Bruch, doch irgendwie war es folgerichtig, dass er dann ganz etwas anderes, nämlich Theologie studierte. „Hier konnte ich mich mit Geschichte, Philosophie, ethischen Fragen auf eine Art beschäftigen, wie es sonst in der DDR nicht möglich war.“ Und auch jetzt führte ihn der Weg über Rostock wieder zurück nach Thüringen, nach Jena, wo er 1989 seinen Abschluss machte. „Beim Studium habe ich ein Bild von der Welt gewonnen“, bilanziert der SPD-Landesvorsitzende heute. Ein Gewinn sei das gewesen, in jeder Beziehung.
Zumal im Osten Deutschlands gerade die politisch spannendste Zeit anbrach. Wie er dann ausgerechnet zur SPD kam? „Willy Brandt und Helmut Schmidt waren für mich Vorbilder. Aber es gab auch einen sehr praktischen Grund: Bei der SPD traf ich Leute, von denen ich wusste, ich kann ihnen vertrauen.“ Dass er Brandt dann noch persönlich begegnen durfte, gehört für Matschie bis heute zu den prägenden Ereignissen seines politischen Lebens.

weitere Fotos

Politische Laufbahn


Die politische Karriere führte ihn zunächst an den Runden Tisch nach Berlin, ein Jahr später als Abgeordneten in den Bundestag nach Bonn, dann wieder nach Berlin. Der Weg ging steil nach oben, als er Staatssekretär im Bundesforschungsministerium wurde.

Und dennoch – meldete sich irgendwann der Heimatinstinkt. 2004 übernahm er die SPD-Spitzenkandidatur für den Thüringer Landtag. Christoph Matschie war bewusst: Sein Platz würde – unabhängig vom Ausgang – nach der Wahl in Thüringen sein.

Staatssekretär und Regierungsmitglied in Berlin zu bleiben, wäre mit Sicherheit bequemer gewesen. Warum dann dieser Schritt? „Es gibt eben Situationen“, sagt er, „in denen nicht der Verstand, sondern das Herz entscheidet. Und mein Herz schlägt nun mal für Thüringen.“ Große Worte sind nicht seine Sache. Christoph Matschie will sich an dem messen lassen, was er für seine Heimat tut. Das ist es, was ihn antreibt, und vielleicht kommt er deshalb immer wieder darauf zurück. Auf sein Thüringen, das nichts anderes ist als sein Leben.

weitere Fotos

 


 

Die nächsten Termine

11.05.2017, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr
SPD-Landesvorstand
Victors Residenz Hotel, Häßlerstraße 17, 99096 Erfurt


13.06.2017, 15:00 Uhr - 17:00 Uhr
Verleihung des Wilhelm-Bock-Preises
Tivoli, Am Tivoli 3, 99867 Gotha


24.06.2017 - 25.06.2017
Juso-Landeskonferenz
Alte Parteischule, Werner-Seelenbinder-Straße 14, 99096 Erfurt


Alle Termine

 


 

Facebook

 

 

Programm 2014-2019

 

Kontakt zum Wahlkreisbüro

Bürgerbüro Jena
Teichgraben 4
07743 Jena

Fon: 03641- 447 460
Fax: 03641- 449 359

E-Mail post(at)matschie.de

 

Suchen