Heute helfe ich bei der Jenaer Tafel mit

Kaum ankommen, ging es schon los. Rene und Uwe, zwei Fahrer der Jenaer Tafel, saßen schon in den Startlöchern, um mit mir die Tour durch die Jenaer Supermärkte zu beginnen. Kein langes Vorstellen, sondern rauf auf den Bock und los.

Zwei mal am Tag fahren die beiden zu Supermärkten, um dort Spenden für die Jenaer Tafel abzuholen. Ihr Problem: Sie wissen nie, was sie bekommen. Das macht das Beladen des Kleinbusses etwas schwieriger, aber so ist das nun einmal.

 

Im ersten Markt war dann die Ausbeute auch sehr trübe. Gerade einmal eine kleine Packung Joghurt. Immerhin, dachte ich mir optimistisch, dafür gibt's beim nächsten Einkaufszentrum sicherlich mehr. Und so war es dann auch. Hier hatten wir ordentlich mit dem Einladen zu tun.

 

Zur Arbeit der Fahrer gehört es auch, die Lebensmittel vorzusortieren. Die Jenaer Tafel handelt dabei nach dem Motto "Unsere Kunden bekommen nur Sachen angeboten, die wir auch selber essen würden". Es geht also nicht darum, Produkte, bei denen das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, einzusammeln. Die Bedürftigen sollen etwas Ordentliches auf den Tisch bekommen.

 

Und dazu zählen nicht nur Lebensmittel. Schließlich ist ja bald Weihnachten. Umso mehr freuten wir uns beim vierten Markt, dass dort eine Palette mit Weihnachtssternen und Tischschmuck auf uns wartete. Und wir wussten schon jetzt, dass wir später bei der Ausgabe der Spenden ein Renner.

 

Nach sechs Märkten war der Kleinbus voll. Jetzt noch schnell zum Bäcker, der uns Kuchen spenden wollte, ab zum Auto und zurück zum Tafelhaus an der Schnellstraße. Die Zeit drängte etwas, denn pünktlich um 15:00 Uhr sollte die Ausgabe der Lebensmittel beginnen. Aber die Zeit für den Kuchen musste einfach sein.

 

Angekommen beim Tafelhaus, dessen Kauf der Tafelverein durch Spenden finanzieren konnte, geht es sofort ans Ausladen. Viele freiwillige Hände packen mit zu. Denn ohne sie würde hier gar nichts laufen. Derzeit sind es 46 Helfer, die sich regelmäßig ehrenamtlich engagieren. Das klingt erst einmal viel, aber wenn man bedenkt, wie viel hier jeden Tag zu tun ist, dann ist klar, dass Helfer hier gerne gesehen sind.

"Meine" beiden Fahren hatten ihren Job getan. Für mich hieß es: Weitermachen. Jetzt mussten die Lebensmittel sortiert werden. Die schlechten in die Tonne, die guten in in die Ausgabestelle. Tomaten, Pilze, Salate und das ganze Gemüse alles an seinen Platz, damit es nachher beim Einpacken schneller geht. Die Stimmung unter den Helfern war sehr freundlich und mit Scherzen wurde auch nicht gespart.

 

Wer einen Ausweis der Jenaer Tafel hat, konnte sich dann eine Tüte mit Lebensmittel füllen lassen. Zu zahlen war noch der symbolische Betrag von 1,50 Euro und die los ging es mit dem Einpacken. Von allem etwas wollten und bekamen die meisten. Spezialwünsche gab es eigentlich kaum. Außer das vielleicht mal jemand keine Walnüsse wollte. In einer Stunde war die ganze Ware ausgeben. Die sechs Helfer hatten bei der Ausgabe gute Arbeit geleistet.

 

Herr Bromme, der ehrenamtliche Leiter des Tafelhauses ließ es sich natürlich nicht nehmen, mir noch die anderen Aktivitäten seines Vereines zu zeigen. Da ist zunächst die Küche, die auch warme Mahlzeiten anbietet. Das Inventar war eine Spende des Studentenwerkes. Alles sehr sauber und professionell. Wie offensichtlich auch beim Arbeitsklima: Der Koch hat es nicht immer einfach, sich gegen seine resoluten Damen durchzusetzen.

Dann gibt es noch einen Aufenthaltsraum, der zum Plausch bei dem gespendeten Kuchen oder für Spiele genutzt werden kann. In der ersten Etage befindet sich eine Kleiderkammer, in der allerlei Anziehsachen ausgeteilt werden. Hier ist es aber ganz schön eng. Deshalb gibt es auch Pläne, das Tafelhaus mit einem Anbau zu erweitern. Nicht nur damit mehr Lagerfläche vorhanden ist. Sondern auch damit die Bedürftigen unter einem Dach warten können und sie nicht im Regen stehen müssen.

 


Christoph Matschie und Herr und Frau Bromme

 
 


 

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