Christoph Matschie

  • Heute Abschaffung Verwaltungskostenbeitrag für Studierende an Thüringer Hochschulen im Kabinett beschlossen.

Roland Merten

Roland Merten

Roland Merten: “Die Zukunft Thüringens entscheidet sich in der Bildungsfrage. Der Freistaat hat seit Jahren viel zu wenig in Bildung investiert. Die frühkindliche Bildung ist die beste Prävention und vernünftigste Investition, die wir uns leisten können. Dafür ist ausreichendes und gut ausgebildetes Personal nötig. Im Freistaat müssten umgehend 2.000 Erzieher neu eingestellt werden. Als Kultusminister will ich mich außerdem für längeres gemeinsames Lernen, den Ausbau der Ganztagsschulen und die Integration von behinderten Kindern einsetzen. Um einen Lehrermangel zu verhindern, müssen pro Jahr 950 Pädagogen neu eingestellt werden.”

Prof. Dr. Roland Merten
geboren am 29.03.1960 in Schmelz (Saar), fünf Geschwister.
Er lebt mit seiner Frau seit einigen Jahren in einem Dorf bei Weimar.

Roland Merten hat nach dem Hauptschulabschluss auf dem Zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife erworben.
Zunächst hat er Sozialarbeit studiert und war anschließend als Sozialarbeiter tätig. Danach hat er ein Doppelstudium der Erziehungswissenschaft (Bildungsplanung/Bildungsökonomie und Sozialpädagogik) und Philosophie absolviert. Ab 1989 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland tätig und wurde 1996 zum Dr. phil. promoviert. Danach hat an der PH Erfurt und an der Martin-Luther-Universität Halle gearbeitet und sich 2003 habilitiert.

Seit 2004 ist er Professor für Sozialpädagogik und außerschulische Bildung an der Friedrich-Schiller-Universität tätig. Im Jahr 2005 hat er einen Ruf an die Universität Hamburg abgelehnt, um weiter in Thüringen arbeiten zu können. Im selben Jahr wurde er zum Professeur associé an der Université du Luxembourg ernannt.

Roland Merten ist Mitverfasser des „Thüringer Bildungsplans für Kinder bis 10 Jahre“. In den letzten Jahren hat er sich in vielen Studien intensiv mit der Lebens- und Bildungssituation von Kindern in Thüringen beschäftigt und vielfältige Vorschläge zur Weiterentwicklung der Thüringer Bildungslandschaft vorgelegt.

Wichtige Veröffentlichungen:

    Thüringer Kindersozialbericht. 2009
  • Bildungsförderung und Armutsprävention in Jena. Studie zur Steuerung von pädagogischen Bedarfen auf kommunaler Ebene. 2009
  • Bedarfsgerechte Personalausstattung in Jenaer Kindertagess-stätten. Maßnahmenkatalog zur Strukturqualitätssicherung. 2008
  • Kinderarmut in Familien und Folgen für die Kinder. In: Merten u.a. (Hg.), 2009: Handbuch der Erziehungswissenschaft. Bd. III/1. Paderborn
  • Ungleichheit und Benachteiligung im Kontext von Ganztagsbildung. In: Otto u.a. (Hg.): Handbuch „Grundbegriff der Ganztagsbildung“. In: Otto/Coelen (Hg.), 2008: Handbuch „Grundbegriffe der Ganztagsbildung“. Wiesbaden
  • Die soziale Seite der Bildung. Ein sozialpädagogischer Blick auf PISA und PISA-E. In: Otto/Rauschenbach (Hg.), 2008: Die andere Seite der Bildung. Wiesbaden

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