Matthias Machnig

Matthias Machnig, Kandidat der SPD für das Amt des Wirtschafts- und Infrastrukturministers in Thüringen, fordert Minister Reinholz (CDU) auf, seine Zukunftskonzepte zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes auf den Tisch zu legen:
„Die wirtschaftspolitische Strategie der CDU ist Abwarten, Abtauchen und Aussitzen – das hilft dem Land nicht weiter. Ich bin bereit, mit Herrn Reinholz in öffentlichen Veranstaltungen über die ökonomische Zukunft sowie die Entwicklungspotenziale Thüringens zu diskutieren.“
Matthias Machnig ist 1982 in Münster in die SPD eingetreten. Kurze Zeit später wurde er dort Juso-Unterbezirksvorsitzender, Mitglied im Juso-Bundesausschuss und Mitglied des Unterbezirksvorstandes in der SPD Münster.
Ende der 80er Jahre wechselte er, nach Beendigung seines Studiums, nach Bonn und wurde dort Mitarbeiter des Ausschussvorsitzenden für Forschung, Technologie und Technikfolgenabschätzung. Dort beschäftigte er sich insbesondere mit Grundsatzfragen der Innovationspolitik, den Informations- und Kommunikationstechnologien, der Energiepolitik und der Energieforschung. Zu diesen Themen hat er auch publizistisch Stellung genommen u.a. in einem von ihm und Wirtschaftsvertretern herausgegebenem Buch mit dem Titel „Innovation – Technik – Zukunft“ (2001). Oder in dem mit Frank-Walter Steinmeier 2004 herausgegebenem Buch „Made in Germany 21 – Innovationen für eine gerechte Zukunft“.
Anfang der 90er Jahre wechselte Machnig in die Geschäftsführung der SPD-Bundestagsfraktion, in der er eng mit Franz Müntefering, dem damaligen parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, zusammen arbeitete. Mit ihm ging er auch 1993 in das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, wo er als Büroleiter und als Leiter der Planungsgruppe des Ministeriums tätig war. Hier beschäftigte er sich u.a. mit Fragen der Strukturpolitik und Aspekten des Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen.
1995 wechselte er in die SPD-Parteizentrale und wurde dort 1998 Leiter der SPD-Wahlkampfzentrale Kampa. Machnig war verantwortlich für die Wahlkämpfe der SPD 1998, 2002 und für den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen im Jahre 2000, in der Wolfgang Clement als Ministerpräsident bestätigt wurde.
Als Bundesgeschäftsführer (1999 – 2002) hat er sich u.a. um Fragen der Parteientwicklung, der Modernisierung der Parteienstrukturen gekümmert. Dazu war er auch publizistisch tätig u.a. mit dem Buch „Der rasende Tanker – Analysen und Konzepte zur Modernisierung der sozialdemokratischen Organisation“ und zu programmatischen Fragen, etwa in dem von ihm und Franz Müntefering herausgegebenem Buch „Sicherheit im Wandel – neue Solidarität im 21. Jahrhundert“.
Machnig hat sich zudem publizistisch intensiv mit Fragen der Politik- und Strategiefähigkeit politischer Parteien, sowie zu Themen der politischen Kommunikation geäußert. Auch dazu hat er eine Reihe von Veröffentlichungen auf den Weg gebracht, u.a. das Buch „Politik – Medien – Wähler, Wahlkampf im Medienzeitalter“ 2002, und von zahlreichen Aufsätzen (Das Strategieparadox, Der Absturz der gefühlten Kanzlerin, Richtungssicht etc.) siehe www.machnig.de
Machnig wurde dann 1998 für ein Jahr Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Auf bitten der Parteiführung wechselte er wegen der schwierigen Situation für die SPD 1999 zurück in die Parteizentrale als Bundesgeschäftsführer, um dort die Arbeiten für die Kampagne 2002 aufzunehmen.
Nach 2002 war er als Unternehmensberater u.a. bei der amerikanischen Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton tätig, dort hat er sich vor allen Dingen mit Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik, der Energiepolitik und Energieforschung sowie mit Fragen des öffentlichen Sektors auseinandergesetzt.
Seit 2005 ist er Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Dort hat er u.a. das Konzept einer Ökologischen Industriepolitik entwickelt, in der ein ökonomischer Weg in eine Low Carbon Economy beschrieben wird. Zu diesen Themen hat er auch publizistisch Stellung genommen in Aufsätzen über „Die dritte industrielle Revolution“, die einen neuen „New Deal“ der Transformation der Wirtschaft und Fortschritt statt Verzicht und damit eine neue Innovationspolitik notwendig sind.
Zu internationalen Fragen, ökonomischen Fragen hat er sich geäußert, wie etwa in seinem Artikel zum Thema „Das Chinasyndrom“ oder die chinesische Herausforderung, in der er auf die globale Herausforderung des Klimawandels und der damit verbundenen ökonomischen Antworten eingegangen ist.
Zur Bundestagswahl 2009 hat er zusammen mit Prof. Dr. Joachim Raschke das Buch „Wohin steuert Deutschland? Bundestagswahl 2009 – ein Blick hinter die Kulissen“ herausgegeben, in dem u.a. Jürgen Rüttgers, Andrea Nahles, Reinhard Bütikofer, Gregor Gysi, Berhold Huber und Frank Bsirske vertreten sind.
Machnig hat Deutschland auf einer Vielzahl von internationalen Gebieten im Bereich Klima- und Umweltpolitik vertreten (z.B. dem Major Economy Forum). Er hat in Fragen der Innovations-, Energie- und Klimapolitik auch intensive Kommunikation zu wichtigen Unternehmen aus der Chemie-, Energie-, der Erneuerbaren- und Innovationsbranche aufgebaut.
Er hat sich zudem auch auf der europäischen Ebene etwa im Rahmen des Policy Networks inhaltlich zu Fragen der Wirtschaft und Innovationspolitik sowie programmatischen Neuausrichtungen sozialdemokratischer Parteien in Europa geäußert.
Machnig gilt als neugierig, harter Arbeiter, der von sich und seinen Mitarbeitern viel verlangt, was ihm auch Kritik eingebracht hat, der aber sich darum bemüht, programmatische Erfordernisse und Möglichkeiten des Regierungshandelns miteinander in Einklang zu bringen.