Beruf
Er ging es pragmatisch an. Er fuhr jeden Tag mit seinem rotem Moped, einer S50, nach Zella-Mehlis und machte erst einmal Beruf mit Abi, wurde Mechaniker. „Zwei linke Hände darfst du da nicht haben. Das hilft mir bei den praktischen Fragen des Alltags bis heute“, berichtet er schmunzelnd.
Auch die darauf folgende Tätigkeit als Krankenpfleger in Erfurt habe ihm etwas fürs Leben mitgegeben: „Da ist jemand, dem es dreckig geht. Und du spürst, du kannst helfen. Da habe ich erfahren, wie wichtig Zuwendung ist und der Dienst am Menschen.“
Auf gewisse Weise prägt ihn das bis heute. Als Politiker viel unterwegs zu sein, ist für ihn kein Selbstzweck. Den Menschen zuhören, sagt er, sei ihm das Wichtigste. „Nur daraus erwächst gute Politik.“
